Montag, 20. Februar 2017

China: Bei Schulden Reiseverbot

Buchungen sind nur mit Ausweisnummern möglich, alle Personalausweise haben Funkchips, die Kontrolle erfolgt automatisch. - 6,7 Millionen Langfristschuldner (die Liste wird seit 2013 geführt) dürfen jetzt also weder in der Luft noch auf der Schiene verreisen.
Mirjam Meissner von Merics sagt dazu: "China entwickelt IT-gestützten Autoritarismus". (Finn Mayer-Kuckuk in FR 20.2.17)

"Autoritarismus" klingt für diesen technologisch abgesicherten Totalitarismus für mein Verständnis zu harmlos. Orwells Vision "1984" bewahrheitet sich nicht nur bei Neusprech, sondern auch bei der perfektionierten Massenüberwachung. Chinesische Internetkonzerne wie Alibaba und Tencent arbeiten dem Staat lückenlos zu.
Wie lange dauert es, bis wir auch so weit sind?

Sonntag, 19. Februar 2017

Kurzbesuch auf der Didacta

Eigentlich hatte ich auf der Didacta nur Freunde treffen wollen. Weil ich aber einen Zuganschluss verpasst hatte, musste ich mich stattdessen notgedrungen mit einem kurzen Reinschnuppern in die Didacta zufrieden geben.

Mein Versuch, mich vorzuinformieren, war aufgrund der für mich didaktisch völlig unzureichend aufbereiteten Webseite grandios gescheitert; doch zum Glück stieß ich bei einem Stand auf die Zeitschrift bildungspezial, die es mir im Nachhinein ermöglichte, mir einen Überblick über das zu ermöglichen, was theoretisch zu finden gewesen wäre.

Aber auch so sind zwei Blogartikel (1 und 2) und eine Stubvorform auf meiner Benutzerseite zustande gekommen.




Lehrerumfrage des Didacta Verbandes 2016 (pdf)

Bildungsveranstaltungen Anfang 2017

Blog des 21ccc

Montessori-Deutschland

Demokratie im Klassenzimmer und auf dem Schulhof (Blogparade Demokratiefähigkeit)

In unserer Gesellschaft ist aus gutem Grund das Bewusstsein dafür gewachsen, dass Demokratie einen fortwährenden Einsatz braucht, um sie lebendig zu erhalten.
Wenn - wie Daniel Bernsen herausgestellt hat - das Klassenzimmer eine wichtige Schule der Demokratie ist, dann gehört auch dazu, dass dort ein respektvoller Umgang gepflegt wird. Denn ohne den können sich Empathie und die Bereitschaft zu Kompromissen nicht entfalten.
Deshalb trifft das Manifest des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) "HALTUNG ZÄHLT" einen zentralen Punkt: 
"Wir wollen, dass unsere Kinder in einer weltoffenen Gesellschaft leben. Unsere Kinder sollen Respekt, Wertschätzung und Interesse für die anderen Menschen erleben und leben - unabhängig davon, welcher Religion sie angehören, welche Hautfarbe sie haben, welche Muttersprache sie sprechen und welche Meinung sie vertreten.

Als besorgte Lehrerinnen und Lehrer appellieren wir deshalb an alle, unsere Gesellschaft vor Spaltung, Brutalität, Rücksichtslosigkeit und Radikalisierung zu schützen und so unsere Demokratie zu bewahren. Lassen wir uns nicht einschüchtern und setzen wir uns selbstbewusst und kompromisslos ein."

Die Initiatoren des Netzwerks für Demokratie und Courage und der BLLV haben gewiss einen unterschiedlichen gesellschaftlichen Hintergrund und damit auch unterschiedliche Interessen, aber das Ziel ist durchaus ein gemeinsames. 

vgl. auch: Die neue digitale Zivilcourage und den Hashtag #ichbinhier

Samstag, 18. Februar 2017

Münkler: "Den" Westen gibt es nicht mehr

Die enge Kooperation zwischen USA und Europa, die es in der 2. Hälfte des 20. Jhs gab, wird es nicht wieder geben.
"Die politische Linke ist zum Schutzherrn aller denkbaren Minderheiten zerfasert, aber sie hat dabei die kleinen Leute aus den Augen verloren."
Herfried Münkler im Interview der FR, 18.2.17

Debatte zwischen Ian Kershaw und Herfried Münkler über den "großen Krieg" FR 20.10.16

Mittwoch, 15. Februar 2017

USA räumen Einsatz von Uranmunition in Syrien ein

Kampf gegen den IS: USA räumen Einsatz von Uranmunition in Syrien ein

"Die Flugzeuge der USA und ihre Verbündeten haben keine Uranmunition eingesetzt und werden während der Operation Inherent Resolve keine Uranmunition im Irak und in Syrien einsetzen." Das sicherte das Zentralkommando der Vereinigten Staaten (Centcom) im März 2015 zu. Diese Munition sei entwickelt worden, um Panzer auf dem konventionellen Schlachtfeld zu zerstören. "Der IS besitzt aber nicht viele Panzer", begründete das US-Militär seine Entscheidung.
Nun, knapp zwei Jahre später, hat das Pentagon eingeräumt, doch zweimal Uranmunition in Syrien eingesetzt zu haben. Bei zwei Luftangriffen gegen Öl-Lastwagen der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in Syrien beschossen US-Kampfjets ihre Ziele mit panzerbrechender Munition, deren Projektile abgereichertes Uran enthielten. Bei den Luftschlägen am 16. und 22. November 2015 seien etwa 350 Fahrzeuge zerstört worden. Die Angriffe ereigneten sich im Osten Syriens, in der Nähe der syrisch-irakischen Grenzstadt Abu Kamal beziehungsweise in der Nähe der Großstadt Deir al-Sor.
Nach Angaben von Centcom-Sprecher Josh Jacques feuerten die Jets vom Typ A-10, Spitzname "Warzenschwein", aus ihren Maschinenkanonen insgesamt 5265 30-Millimeter-Patronen auf die IS-Fahrzeuge ab. Das entspricht einer Menge von rund 1,5 Tonnen Munition.
Uranmunition hat enorme Durchschlagskraft
Es ist der erste bestätigte Einsatz von Uranmunition durch das US-Militär seit der Irak-Invasion 2003. Damals verschossen Amerikaner und Briten Hunderte Tonnen dieser radioaktiven Munition. Die gesundheitlichen Spätfolgen sind bis heute nicht abschließend erforscht. Mediziner befürchten aber, dass die Uranpartikel eingeatmet werden können, sich in der Lunge auflösen und so in die Blutbahn und ins Gewebe gelangen. Auch über Wunden könne die Substanz in den Körper eindringen und Vergiftungen oder Krebs auslösen.

Macht der Geheimdienste

"Nach Recherchen des "New York Observer" begannen die Geheimdienstmitarbeiter daraufhin eine interne "Revolte der Spione". Das führte zu den Leaks, die die Grundlage der Flynn-Berichte bilden. Der Sturz des Sicherheitsberaters ist die Folge des Zerwürfnisses zwischen den Agenten und dem Weißen Haus."
(Skandale, Niederlagen, Chaos - Trump stößt an seine Grenzen SPON 15.2.17)

Das reihenweise Sterben der NSU-Zeugen

Das reihenweise Sterben der NSU-Zeugen von Jan Hofer, Matthias Goergens WDR Stand 11.3.2016

  • Rätselhafte Todesfälle rund um den NSU-Prozess - nur Zufall?
  • Fünf Zeugen sterben unter merkwürdigen Umständen
  • Ermittler erklären den Tod jeweils schnell als "natürlich" oder selbst gewollt
  • Staatsanwaltschaft will nach WDR-Informationen Fall Corelli neu untersuchen.