Dienstag, 18. April 2017

"Google erobert die Schulen"

"Jetzt soll es in allen Klassen W-Lan geben ;– mit Milliarden vom Bund und Hilfe von Google & Co."  faz.net 17.7.17

Zur Genehmigung von Glyphosat

Wirkung auf Nichtzielorganismen

Indirekte und systemische Umweltwirkungen

"Im Januar 2017 gab die EU-Kommission die Annahme einer von den Organisationen WeMove, Campact, Global 2000 und Greenpeace unterstützten Europäischen Bürgerinitiative (EBI) bekannt. Hierdurch soll, bei Vorliegen einer Million Unterstützer aus mindestens sieben verschiedenen Mitgliedsstaaten, der EU-Kommission vorgeschlagen werden, den Mitgliedsstaaten ein Glyphosatverbot zu unterbreiten sowie eine Überarbeitung des Genehmigungsverfahren für Pflanzenschutzmittel. Bei Erfüllung der Voraussetzungen ist die Kommission gehalten, sich mit diesem Anliegen intensiv auseinanderzusetzen." (Wikipedia) Bericht des Tagesspiegels vom 11.1.17

Kritik am Vorgehen der Industrie (Video)

vgl. auch
Manipulationen bei der Bewertung von Glyphosat

Der 1. und der 4. Brief eines Neunjährigen aus dem Internat

Liebe Eltern!
Mein erster Brief aus Kloster Donndorf! Ich habe mich schon so ziemlich eingelebt. Bei uns herrscht strenge Pünktlichkeit. Morgens um 7 Uhr stehen wir auf, und um 8 Uhr beginnt der Unterricht. Nachmittags spielen und arbeiten wir. Am Sonnabend las uns Herr Rektor Geschichten vor. Das Essen im Kloster schmeckt gut, und ich esse auch tüchtig. Im Unterricht passe ich tüchtig auf; denn ich will hier viel lernen. Die Umgebung des Klosters ist sehr schön. Die Kirsch- und Pflaumen- bäume blühen schon, die Felder grünen, und die Birken zieren mit ihrem lieblichen Grün die Wälder. Jeden Nachmittag gehen wir mit einem unserer Lehrer in den Wald, wo uns die reine, frische Frühlingsluft sehr gut tut. Bis jetzt sind alle Kameraden munter und gesund, ebenfalls ich auch. Heute gibt es Kuchen zum Kaffee. Von 11-12 Uhr gehen wir in die Kirche: Nun seid herzlich gegrüßt von
Eurem
X.



Schriftprobe aus 1. Brief

Kloster Donndorf d.27.4.13
Liebe Eltern!
Mir geht es ganz gut. Mein Buch habe ich durchgelesen dieses geht immer mit großer Geschwindigkeit. Ille gefällt es in Wiehe wohl sehr gut. Wir bekommen soviel ich bis jetzt weiß am neunten Mai Ferien. Wir haben diese Woche als einmal Konferenz war einen Aufsatz geschrieben. Die Überschrift lautete: "Wie helfe ich zu Hause meiner Mutter." Ich dachte ich würde eine 3-4 kriegen aber ich bekam eine 2. Ich ziehe immer die 3te Garnitur an. Die Sandalen halten aber nur noch bis Pfingsten. Nun seid herzlich gegrüßt von
Eurem
X.  

derselbe sechs Jahre später

Ethik der Zuwanderung

Julian Nida-Rümelin: Ethik der Zuwanderung (Video 53 min) 
(Zwei kurze Einführungen gehen voran. Beginn des Vortrags nach 5 Minuten)
Ethik der Zuwanderung: Begrüßung und Rede Prof. Julian Nida-Rümelin
Ethik der Zuwanderung: Begrüßung und Rede Prof. Julian Nida-Rümelin

Ethik der Zuwanderung: Begrüßung und Rede Prof. Julian Nida-Rümelin

Ein Portenser in der Pubertät

Pforta, d. 24.VIII.19

[unter dem Datum schräg über der Anrede:] Schickt bitte Briefbogen! Dies ist der letzte!

Liebe Eltern!
Für das Paket mit Strümpfen vielen Dank. Ihr werdet Euch sehr gewundert haben, daß ich am vorigen Sonntag nicht schrieb. Ich muß aber gestehen, daß ich keine Lust hatte. Schlimm genug ist es freilich; aber es ist nun einmal so. Heute ist aber ziemlich scheußliches Wetter. Da werde ich wohl nicht auf Spaziergang. Heute nachmittag ist auch noch Konzert. Zu spießern habe ich außerdem noch mal genug. Wir haben zu 7 Lektionen was auf. -

Fortsetzung am Dienstag Nachmittag: Am Sonntag bin ich nicht zur Fortsetzung des Briefes gekommen. Ich bin trotz des nicht gerade glänzenden Wetters noch auf Spaziergang gegangen, ich wollte mir ein Brot holen; es wurde nämlich auch Zeit, daß das andere alle wurde es war schon ziemlich angeschimmelt. Am Nachnittag haben wir eine große Beratung gehabt. Wir wollen hier eine Ortsgruppe des deutschnationalen Jugendbundes gründen. D.h. Hier besteht die Sache nur darin, daß wir zusammen alle möglichen Studien treiben. Es werden verschiedene Gruppen gegründet. Z.B.: Literatur, Musik, Geschichte etc. Es hat ja große Kämpfe gesetzt. Verschiedene ließen sich durch den Namen abschrecken. Aber in Wirklichkeit steht die Sache gar nicht auf dem Boden der deutschnationalen Partei, offiziell will sie sogar über allen Parteien stehen. Wenn das auch nicht wahr ist, so kann es einem ja trotzdem nichts schaden, wenn man etwas rechtsseitig beeinflußt wird. Allzuradikal ist die Sache schon nicht. Ich hoffe, Ihr werdet mir beistimmen, wenn ich eingetreten bin. Wir haben jetzt alles mögliche vor. Übermorgen Führung nach Naumburg in den "Gaudet!" [?] Am Sonnabend Ausflug nach dem Schwarzatal als Sedanfahrt. Außerdem wollen wir uns (d.h. unsere Klasse) noch einmal führen lassen, wahrscheinlich nach Leipzig. Am Donnerstag hat der Karll silberne Hochzeit gehabt. Ich wollte es Euch schreiben, aber wir erfuhren es selbst erst zwei Tage vorher. Wir (die 10 Empfohlenen) haben ihm eine Kristallschale für 40 Mark geschenkt, da kam auf den Mann 4 M. Außerdem habe ich gleich den Jugendbundbeitrag bezahlt und mir ein Paarmal einige Zigaretten gekauft, da bin ich denn <ab hier an die Ränder außerhalb des Zeilenspiegels geschrieben> so ziemlich abgebrannt. Ich werde mir die 14 M vom Juma geben lassen, falls Ihr darüber nicht anders an Ihn geschrieben habt; denn für die Ausflüge muß ich doch etwas Geld [ad vatim?] haben, sonst ist doch die Sache gar zu kümmerlich. Ich werde in den nächsten Tagen Wäsche (d.h. Taschentücher) schicken. Ich hatte mich erkältet und dann einen erbärmlichen Schnupfen bekommen. Da habe ich nicht mehr viel Taschentücher. Doch Schluß! Herzliche Grüße! Euer X.