Mittwoch, 22. November 2017

Vorzügliche Reklame für Minnesangs Frühling

http://www.zeit.de/2017/48/lyrik-minnelieder-mittelhochdeutsch-uebersetzung-liebesgedichte/komplettansicht

Jan Wagner: "Das Gedicht ist einer der letzten wahren Freiräume, weil in ihm alles möglich ist, ohne große Kosten. Man braucht einen Stift, ein Blatt Papier und hat alle Freiheit."

Dienstag, 21. November 2017

Was bei Powerpointvorträgen zu beachten ist

https://www.joeran.de/powerpoint-tohuwabohu/

http://www.olivertacke.de/2014/06/19/wider-die-folienumente/

Wie man Fachkräftemangel beseitigt und langfristig Arbeitsplätze sichert

Eine stabile Wirtschaft schafft man nur, wenn man rechtzeitig das außenwirtschaftliche Gleichgewicht herstellt:
1. durch Abbau von Rüstungsexport
2. durch rechtzeitige Umsteuerung von umweltschädlicher Produktion zu umweltfreundlicherer Produktion

Das erste setzt Facharbeitskräfte frei, die dringend anderswo benötigt werden.
Das zweite ermöglicht es, todgeweihte Arbeitsplätze durch zukunftsträchtige zu ersetzen.

Gegenwärtig werden Milliardensubventionen dafür verwendet, den Fachkräftemangel zu bewahren und die Schaffung  zukunftsträchtiger Arbeitsplätze zu sabotieren.


Fragen an sich selbst

77 von 777 indiskreten Fragen von Beat Dobelli an sich selbst:
https://fragenfragen.wordpress.com/2010/08/25/777-indiskrete-fragen-von-rolf-dobelli/


https://philippe-wampfler.com/2009/09/08/wer-bin-ich-zum-selbstbeantworten-hundert-fragen-mit-denen-man-sich-besser-kennenlernen-kann/

http://mymonk.de/85-fragen-die-du-dir-stellen-solltest/

http://tellyventure.com/100-fragen-an-dich-selbst-wie-du-dich-richtig-gut-kennen-lernst

http://www.spd.ch/index.php/paar-familien-downloads/downloads-1/1073-1000-fragen-an-dich-selbst-22-09-16/file

Wer trägt die Hauptverantwortung dafür, dass den Opfern des Klimawandels geholfen wird?

Dieter Birnbacher sagt: Die Verursacher und die, die Mittel zu helfen haben.
Das heißt im wesentlichen die Regierenden der mächtigen Staaten und die Führer globaler Unternehmen.

Mehr dazu: Interview mit Birnbacher in der FR vom 21.11.17

Birnbacher: Klimaethik (pdf)
Rezension des Buches in 3sat

Googlesuche zum Thema des Interviews

Prezi

Beim ZUM-Treffen 2017 ist mir der Vorteil  des Prezi gegenüber einer Powerpointpräsentation besonders bewusst geworden.
Zuschauer wie Referenten sehen die Punkte vor sich, die folgen werden, und jeder Punkt hat sein Eigengewicht, anders als eine Folie. (Besonders wichtig, wenn mehrere Referenten sich abwechseln)

In der Weimarer Republik war die Justiz "auf dem rechten Auge blind"

Das hat Emil Julius Gumbel bereits 1922 sehr gut herausgearbeitet. Das hat man ihm in der Bundesrepublik nie vergessen und ihn zu Lebzeiten äußerst schofelig behandelt.
Als Statistiker ließ er dabei die Zahlen für sich sprechen. In zwei Publikationen wies er nach, dass die Zahl der Morde aus dem rechten Spektrum deutlich überwog – so konnte er aufzeigen, dass im Zeitraum 1919 bis 1922 von 376 politisch motivierten Morden 354 dem rechten Spektrum zuzuordnen waren, lediglich 22 dem linken. Die Einäugigkeit der Justiz in der Weimarer Republik, die er aufzeigte, war dabei frappierend: Die Mörder aus dem linken Lager wurden mit äußerster Strenge behandelt, es kam zu zehn Hinrichtungen auf 22 Morde. Mörder aus dem rechten Lager wurden aber mit großer Nachsicht behandelt: Bei 354 Morden kam es zu einer einzigen lebenslangen Strafe, keiner einzigen Hinrichtung und insgesamt 90 Jahren Haft – im Durchschnitt vier Monate Haft pro Mord. Viele Morde von rechts blieben dabei gänzlich ungesühnt.
Nachzulesen in:
Vier Jahre politischer Mord; und Denkschrift des Reichsjustizministeriums zu "Vier Jahre Politischer Mord". Vorwort Hans Thill. Das Wunderhorn, Heidelberg 1980 ISBN 978-3-88423-011-4
(Zitat von:  PeVau, Community-Experte für Geschichte & Politik bei gutefrage.net, mehr dazu in SPON Rechnen gegen den Terror 27.4.212)

Donnerstag, 16. November 2017

Globale Bildungskrise 2030

"Schon 2030 könnte mehr als der Hälfte der jüngsten Weltbevölkerung der Zugang zu Bildung verwehrt sein. Eine globale Gefahr, die eine Initiative verhindern will. Doch der Westen zahlt nur lächerliche Summen.
[...] Bereits jetzt könnten 617 Millionen Kinder und Jugendliche nicht lesen und rechnen. Am schlimmsten betroffen sind die Entwicklungs- und Schwellenländer, die so im Teufelskreis aus Armut, Arbeitslosigkeit, Ungleichheit und Instabilität stecken bleiben. Eine Viertelmilliarde Kinder und Jugendliche weltweit kann erst gar nicht eine Schule besuchen. [...] (Globale Bildungskrise 2030 SPON 1.11.17)

Eliten

Eliten in Deutschland

https://www.xing.com/news/klartext/die-entfremdung-ist-nicht-nur-ein-elitenprojekt-1091

Dienstag, 14. November 2017

Ein offener Brief an Angela Merkel zum Kohleausstieg

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

ohne eine klare Marschroute auf den Kohleausstieg wird die Umstellung seitens der Betriebe nicht erfolgen und deshalb verhindert, dass Ersatzarbeitsplätze für den Bergbau geschaffen werden.

Außerdem wird die Beteiligung der Grünen an der Koalition an dem Parteitagsvotum scheitern.

Dass das Ziel von Paris anders nicht erreicht werden wird, ist Ihnen gewiss ohnehin bekannt.

Mit freundlichen Grüßen

Walter Böhme
Deutschland 

mehr dazu:
https://secure.avaaz.org/campaign/de/coal_sam_to_merkel/

Tweets zu Kohleausstieg

u.a.:
Zu viel heiße Luft in der Debatte um den ! Der Faktencheck zeigt: Wir können bis 2030 aussteigen ohne dreckigen Strom aus dem Ausland importieren zu müssen!

Christoph Schott von Avaaz:
"Wissenschaftler haben soeben im Rahmen der UN-Klimagespräche in Deutschland eine Bombe platzen lassen: Emissionen des Klima-Killers CO2 steigen nach 3 Jahren zum ersten Mal wieder an.
Schuld daran? Kohle, der schmutzigste fossile Brennstoff der Welt. 
US-Präsident Trump plant gerade, das Treffen für sich einzunehmen und noch mehr Länder zu ermutigen, Kohle zu verbrennen. Doch als Gastgeberin kann Angela Merkel die Gespräche und das Klima retten, indem sie der Kohle für immer ein Ende setzt.  Fordern Sie sie jetzt mit einer dringenden Nachricht dazu auf, das Ende der Kohle voranzutreiben -- und das noch bevor sie ihre wichtige Ansprache an die Delegierten hält." 

Freitag, 10. November 2017

Zu den Bedingungen in der Altenpflege

"Gute Heimbewohner dösen klaglos vor sich hin" Von 

Salvador Espriu: „Die Stierhaut“ könnte man als Kommentar zum Bemühen um die Unabhängigkeit Kataloniens lesen

Salvador Espriu: „Die Stierhaut“ 


"[...] Man schaut ja den Katalanen etwas fassungslos zu, wie sie großmäulig dissidentisch gegenwärtig gerade am Überschnappen sind. Und wie sie sich gerne aus der spanischen Stierhaut, deren rechten Flankenteil (ungefähr in Brusthöhe) sie bilden, herausschneiden würden: absurde, ganz und gar uneuropäische, aber laut nach Europa schreiende Sehnsucht nach einem kleinen Fetzen Rest-Fell, dem die Haare büschelweise ausfallen würden. Salvador Espriu, ihr größter Dichter, den sie am 22. Februar 1985 zu Grabe trugen, nachdem er im Palast der Generalitat, dem Regierungsgebäude der Autonomen (!) Region Catalunya, in Barcelona aufgebahrt worden war und sich das gesamte katalanische Kabinett vor dem Katafalk verneigt hatte, litt zeitlebens und zeitschreibens (und das Dichten, Erzählen, Theaterstückeschreiben und erfolgreiche Publizieren begann der Höchstbegabte schon mit sechzehn) an der katalanischen Dissonanz. Also an den sich aneinander reibenden Doppeltönen, mit denen von der großen Stierhaut die Rede sein musste. Die poetische Rede, die sie politisch verdammte, vor allem, wenn diese Rede als Echo der Zeit der franquistischen Diktatur und Unterdrückung schmerzensschrill tönte und nach Freiheit dürstete. Und zugleich die politische Rede, die in der grandiosen Poesie einer uralten Sprache der nationalen Schicksalshaut des Stieres Paroli bot und ihr das Einsame, Eigen-Mythische, Eigen-Sinnige, Eigen-Göttliche auf den Pelz brannte. Ohne freilich den Pelz zerschneiden zu wollen. [...]"

"Empfehlungen der Wirtschaftsweisen sind zynisch und unerträglich"

„Zur Realität in Deutschland gehört, dass das Statistische Bundesamt aktuell knapp ein Fünftel der Bevölkerung in Deutschland als von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen ausweist und das DIW feststellt, dass die unteren 40 Prozent der Einkommensbezieher seit 1999 Reallohnverluste hinnehmen mussten. Gleichzeitig zeigen die Paradise Papers, dass sich eine enorm privilegierte Schicht wiederholt und oft legal über Steuervermeidungskonstruktionen aus der gesellschaftlichen Verantwortung stehlen kann. Vor dem Hintergrund derart massiver Ungleichheit in der Gesellschaft ist die Empfehlung der sogenannten Wirtschaftsweisen, nicht den ‚Verteilungsdiskurs‘ in den Mittelpunkt zu stellen, einfach nur zynisch und unerträglich“, kommentiert Klaus Ernst, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, das Jahresgutachten des Sachverständigenrates Wirtschaft. 

mehr dazu

zum Jahresgutachten des Sachverständigenrats


Dienstag, 7. November 2017

Bismarck 1862

An seine Frau: Ich sitze in der Kammer (Abgeordnetenhaus) und schreibe dir zwischen einer abgegebenen und einer abzugebenden Erklärung ....

Was Merkel ihr Handy, war Bismarck offenbar der Privatbrief. Und wenn man die Jagdberichte liest, denkt man unwillkürlich an space invader und andere Daddelspiele. Es geht um die Aufregung, das Jagdfieber, als Unterbrechung der mühsamen Verhandlungen und des Aktenstudiums und um die "Strecke", das Erfolgserlebnis, das dort so viel schneller eintritt und greifbarer ist als die hartnäckig erkämpften kleinen politischen Geländegewinne, die morgen schon wieder verloren gehen können.

Übrigens spricht B. in seiner Rede vor der Budgetkommission am 30.9.1862 nicht von Blut und Eisen, sondern von "Eisen und Blut", was merklich anschaulicher ist: erst durchstößt das Eisen die Haut, dann fließt das Blut (mehr dazu sieh Link).

Wenn Bismarck gegenüber König Wilhelm I. mit Rücktritt droht, unterlässt er es nicht, vorher darauf hinzuweisen, er fasse sich nicht als "konstitutionellen" Minister auf, sondern als "Diener" des Königs.

Montag, 6. November 2017

Über die Pizza-Connection zwischen Schwarz-Grün und die Folgen

"Es ging um Lust an der Diskussion und um eine Annäherung. Wie denken die anderen? Wie kommen sie auf ihre Positionen? Auf welche Wählergruppen müssen sie Rücksicht nehmen? Dieter Janecek von den Grünen sagt: „Es hilft zu wissen, welchen Zwängen eine Partei ausgesetzt ist.“ Und eine Vertreterin vom linken Flügel hörte genau hin, als CSU-Vertreter erklärten, weshalb die Partei angesichts einer starken AfD jetzt mehr nach rechts rücken müsse. „Auch wenn ich das inhaltlich nicht richtig finde, war es interessant, das zu hören und dann auch darüber zu sprechen“, sagte sie. Mit dabei war auch Anja Hajduk, die Grüne aus Hamburg, die Senatorin in der ersten schwarz-grünen Landesregierung von 2008 bis 2011 in ihrer Heimatstadt gewesen war. „Mir gefiel im ,Simon‘, dass dort Themen gesetzt wurden, bei denen wir sehr weit auseinanderliegen. Aber es war dann oft so, dass ich beim Nachhausgehen bei mir dachte: Das war jetzt aber mal interessant.“ Die Treffen hätten geholfen, sich in den anderen hineinzuversetzen. [...]
Grüne wie Unionspolitiker sind davon überzeugt, dass die aktuellen Sondierungsgespräche überhaupt erst möglich wurden, weil man sich diesmal besser vorbereitet hatte. Anders als bei der alten Pizza-Connection waren das nicht einzelne Kontakte von Unionspolitikern und grünen Pragmatikern. Alle Flügel waren dabei, auch jene, die mit einem solchen Bündnis eher fremdelten. Und viele von ihnen sind jetzt an den Sondierungen beteiligt: Jens Spahn und Peter Tauber bei der Union, Oliver Krischer, Agnieszka Brugger und Katja Dörner bei den Grünen. Alle kennen sich bestens."

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/jamaika-koalition-schwarz-gruen-trifft-auf-lindners-fdp-15277546.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0

Nouripour

von Hentig über Heinrich Roth

"Er hat der deutschen Pädagogik einen Weg in die Erziehungswissenschaft geöffnet, der ihr erlaubte, Pädagogik zu bleiben. Was das heißt, kann man an denjenigen sehen, die diesen Weg nicht gegangen sind, sondern sich der abstrakten Sozialtheorie und/oder dem human engineering verschrieben haben – im Umfeld von Kindern und Ausbildungsinstitutionen, weshalb sie sich „pädagogisch“ zu nennen berechtigt fühlen."
http://www.zeit.de/1983/30/foerdern-statt-auslesen/komplettansicht

Aus Bismarcks Briefen 1864

"Das lernt sich in diesem Gewerbe recht, daß man so klug sein kann wie die Klugen dieser Welt und doch jederzeit in die nächste Minute geht wie ein Kind ins Dunkle." (an seine Frau 20.7.64 aus Karlsbad)
"[...] gestern früh aus Carlsbad gefahren, zu Wagen bis Prag, von dort heut den dir bekannten Eisenstrang hierher"  (an seine Frau 22.7.64 aus Wien)
An seinen Bruder beginnt er einen Geburtstagsbrief mit Bleistift, weil er noch keine Feder hat. Dann wird ihm eine gebracht. Er schließt: 
"Ich bin so schläfrig, daß ich kaum das Tintenfaß noch finde. Dein treuer Bruder v.B." (22.7. aus Wien)

Nach 14-tägigen Urlaub in Biarritz ist Bismarck wieder in Berlin und schreibt seiner Frau nach Reinfeld (in Pommern): "[...] die aufgesparten Geschäfte stürzen so auf mich ein, daß ich gestern nach der Ankunft bis 2 aufsaß und erst heute in der Mitternachtsstunde dazu komme, dir zu schreiben. Wenigstens 3 Stunden hatte ich nichts zu thun, als meinen Namen zu schreiben, und viel Vortrag beim König, Gortschakow, der mich hier erwartete, und alle mögliche Gesandte. [...] Einen halben Tag bin ich in Essen, der Kanonengießerei von Krupp, gewesen. [...]"


Zum historischen Kontext:
Am 18. Juli 1864 um 3 Uhr unterschrieben der preußische Oberstleutnant Gustav von Stiehle, ausgestattet mit einer Vollmacht des Oberbefehlshabers der alliierten Armee Friedrich Karl Prinz von Preußen[17] und der dänische Oberst Heinrich Kauffmann (Chef des Generalstabs) in Christiansfeld den Waffenstillstand zwischen Preußen, Österreich und Dänemark, der am 20. Juli 1864 um 12 Uhr in Kraft trat.[18] Am 30. Oktober 1864 endete der Krieg mit dem Frieden von Wien. (Seite „Deutsch-Dänischer Krieg“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 4. November 2017, 22:48 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Deutsch-D%C3%A4nischer_Krieg&oldid=170668167 (Abgerufen: 6. November 2017, 18:59 UTC)

Am 24.12.64 schreibt Bismarck einen Privatbrief an Wilhelm I., der dankt ihm für einen von ihm geschenkten Stab, an den er Assoziatopnen an Aron und Mose anknüpft, und schreibt schließlich 
"[...] habe ich da Bedürfnis, Eurer Majestät zu versichern, daß meine Treue und meine Gehorsam gegen den Herrn, den Gott mir auf Erden gesetzt hat, auf derselben festen Grundlage beruhn, wie mein Glaube.
In tiefster Ehrfurcht und unwandelbarer Treue ersterbe ich Eurer Majestät allerunterthänigster
v. Bismarck."


Sonntag, 5. November 2017

Bilder, die zeigen, warum wir unseren Konsum dringend ändern müssen

https://utopia.de/bilder-konsum-aendern-27620/

Wie Merkel die Klimaschutzziele torpediert

Merkel protegiert die Herstellung von SUVs. Sie fördert den Export deutscher Milch, um die stagnierende Inlandsnachfrage auszugleichen (Damit sorgt sie für mehr außenwirtschaftliches Ungleichgewicht und gesteigerte Produktion des besonders klimafeindlichen Methan.) Sie blockiert den Ausstieg aus der Braunkohle und erklärt:
"Ich werde auch weiterhin dem Klimawandel und seiner Bekämpfung die allerhöchste Aufmerksamkeit widmen." (ZEIT 45/2017 2.11.17)

Offenbar beobachtet sie jeden Bekämpfungsversuch, um ihn zu verhindern oder doch zumindest möglich wirkungslos zu machen. So wandelt man sich von der Umweltministerin zur Kanzlerin.

Indische Geschichte in Stichworten

  • die Induskultur,
  • das Eindringen von Nomaden, die sich ārya (Arier) nannten und ihre vedische Religion mitbrachten,
  • das Maurya-Reich,
  • Ashoka ( https://www.zdf.de/dokumentation/terra-x/ashoka-der-indische-krieger-buddhas-102... ),
  • das Gupta-Reich,
  • der Islam (Ghaznawiden, Ghuriden, Moguln),
  • der Gewürzhandel (Kolumbus wollte einen Seeweg nach Indien finden),
  • die Rolle der Portugiesen und Briten,
  • Mahatma Gandhi,
  • die Teilung,
  • der Beginn des Kaschmir-Konflikts,
  • die Verfassung,
  • (das Attentat auf Indira Gandhi).

ZDF-Fernsehrat

"Bisher war es so: Hatte der Chefredakteur des ZDF Großes vor – sagen wir die Berichterstattung über die Bundestagswahl – schrieb er eine Vorlage. Über diese beugten sich unter anderem: Thomas Oppermann, der Fraktionschef der SPD im Bundestag, CDU-Generalsekretär Peter Tauber, CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer, die Grünen-Vorsitzende Simone Peter, der FDP-Vorsitzende Christian Lindner und auch die Chefberaterin der Bundeskanzlerin, Eva Christiansen, war dabei. Einige andere kamen noch hinzu. Sie alle gehörten dem Programmausschuss Chefredaktion an, laut ZDF-Statut und Selbstverständnis des Senders ein "staatsfernes Gremium".
 Allein die Existenz eines solchen Ausschusses ist einzigartig in der deutschen Medienlandschaft: Diejenigen, die Gegenstand der Berichterstattung sind, beraten über diese. [...]
Der Programmausschuss Chefredaktion ist ein gutes Beispiel dafür, wie undurchsichtig die Verbindung von Journalismus und Politik am Lerchenberg in der Vergangenheit war. Parteien und Staat hätten im ZDF zu viel Einfluss, befand denn auch das Bundesverfassungsgericht im März 2014 und verlangte von dem Sender eine Reform seiner Gremien. Insbesondere die Zusammensetzung des Fernsehrats stand im Fokus der Kritik.  [...]"
(ZDF: Einflussnahme durch die Hintertür von Bernd Gäbler ZEIT 8.7.2016)

Donnerstag, 2. November 2017

Weiterer Hohlraum in der Cheopspyramide?

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/giseh-physiker-finden-riesigen-hohlraum-in-cheopspyramide-a-1176013.html

Habermas über Macrons Europainitiative

http://www.spiegel.de/international/europe/juergen-habermas-on-the-european-vision-of-emmanuel-macron-a-1174721.html

Die Balfour-Erklärung von 1917

"Winston Churchill schrieb 1920, die Juden hätten der Welt das Beste gegeben – das Christentum – und gäben ihr nun das Schlechteste – den Bolschewismus; alle führenden Sozialisten, besonders in Rußland, seien jüdisch, außer Lenin. Man müsse diese Gefahr bekämpfen, indem man im Judentum die Neigung zum Sozialismus durch einen gesunden Nationalismus ersetze – den Zionismus." (Hervorhebung von Fontanefan)

Balfour-Erklärung – eine multiple Zeitbombe. Ein Essay von Heiko Flottau.


1919 erklärte Balfour in einem Memorandum:
 „In Palästina denken wir nicht daran, die Rechte der gegenwärtigen Bevölkerung zu konsultieren … Die vier Großmächte sind dem Zionismus verpflichtet. Und der Zionismus ist – zu Recht oder zu Unrecht, im Guten wie im Schlechten – in jahrhundertealten Traditionen verwurzelt, in gegenwärtigen Notwendigkeiten, in zukünftigen Hoffnungen. All dies ist von ungleich größerer Bedeutung als die Wünsche und Vorurteile von 700 000 Arabern, welche jetzt dieses alte Land bewohnen.“

Mittwoch, 1. November 2017

Urbanisierung im Globalen Süden

Einhard Schmidt-Kallert: Magnet Stadt. Urbanisierung im Globalen Süden  Peter Hammer Verlag 2016 (Jos Schnurer. Rezension vom 08.11.2016)
"Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt mittlerweile in Städten, vor allem in jenen, die als Megatowns und Agglomerationen mit mehr als 10 Millionen Einwohnern bezeichnet werden. Die Tendenz ist steigend [...]
Es sind existentielle Fragen nach Arbeit und Einkommen, und es sind Folgen wie Vereinsamung, Kriminalisierung und Ausbeutung, die das Wohnen in den Megastädten für viele Menschen charakterisieren. Es sind aber auch Erfolgsgeschichten, die sich mit den Stichworten „Mini- und Mikrokredite“ und „Existenzgründungen“ kennzeichnen. Die Infrastruktur- und Verkehrsmaßnahmen bedeuten für die Mega-Agglomerationen riesige Herausforderungen. Es ist vor allem die Alltagsmobilität, die für Menschen in den Megastädten unverhältnismäßig viel Zeit und Kosten in Anspruch nimmt. Dabei wird immer deutlicher, dass es nicht allein genügt, immer mehr, immer breitere und mehrspurige Straßen zu bauen, U-Bahnen und Busverbindungen einzurichten, sondern die Verkehrsbedürfnisse und den Zugang zur Mobilität für möglichst alle Stadtbewohner zu erkunden und die Infrastrukturmaßnahmen danach zu orientieren. [...]
Es gilt, eine sich in den Megastädten besonders deutlich zeigende Zerteilung, Abschottung und Einmauerung der Lebens-, Wohn- und Arbeitsstadt nach ökonomischen Gesichtspunkten zu verhindern und den kapitalistischen Tendenzen, dass die Wohlhabenden immer reicher und die Habenichtse immer ärmer werden, und zwar materiell wie politisch, Alternativen entgegen zu setzen."

mehr dazu:


Notizen zum Inhalt:
Von den 28 Megastädten von 2014 lagen 23 im Globalen Süden. Dieser Begriff ist an die Stelle von Dritte Welt und Entwicklungsländer getreten. (S.12)
Mexiko, Mumbai, Sao Paolo, Manila, Peking, Shanghai, Lagos, Kinshasa ... (S.8)
[Liste der Wikipedia für 2017]
"heute leben 80 der Menschen in Lateinamerika in Städten" (S.10)
Einige der am schnellsten wachsenden Metropolen liegen in Afrika. (S.10)
Mehr dazu im UN-Bericht von 2014.
Die Definition von Stadt ist freilich unterschiedlich, z.B. in Kenia 2000 Einwohner, in Indien 5000, wobei dort zusätzlich die Mehrheit der männlichen E. nicht in der Landwirtschaft tätig sein darf (S.11)
Ob das Flüchtlingslager mit 380 000 Bewohnern in Kenia als Stadt zählt, ist nicht angegeben. 
HABITAT-Konferenzen 1976, 1996, 2016

Schulkinder aus dem weit im Norden Ghanas liegenden Bongo District wandern "in Städte weiter im Süden des Landes, insbesondere in die 600 Kilometer entfernte Hauptstadt Accra."  S.118)

"Die dreigeteilte Stadt, die fragmentierte Stadt, das ist heute überall auf der Welt der Normalfall." (S.165)
1. international wettbewerbsfähig, Glanzpunkte
2. Arbeits-, Versorgungs- und Wohnstadt
3. marginalisierte Stadt der Randgruppen, der Ausgegrenzten
(nach Häußermann / Siebel: Neue Urbanität, 1987)

sieh auch: New Urbanism (nicht typisch für Globalen Süden)

Sonntag, 29. Oktober 2017

Deutschland Land der Fußballfans oder der Kirchgänger?

An jedem Wochenende zählen die deutschen Bundesligastadien 436 000 Besucher, die christlichen Gottesdienste besuchen etwa achtmal so viel Menschen: 3,5 Millionen.
Es gibt 45 000 Kirchen in Deutschland. (ZEIT 44/2015, 26.10.17)
Wie viele Fußballplätze es gibt, habe ich nicht gefunden. Wie viele Zuschauer insgesamt im Lauf der Woche einmal zu einem Fußballspiel gehen, weiß ich auch nicht.


John Lancaster über Facebook

"[...] Ein aufschlussreiches YouTube-Video von "Kurzgesagt", einem deutschen Wissenskanal, der hochwertige kurze Erklärvideos veröffentlicht, weist darauf hin, dass im Jahr 2015 725 der 1.000 meistgesehenen Videos auf Facebook gestohlen waren. Dies ist ein weiterer Bereich, wo Facebooks Interessen denen der Gesellschaft entgegenstehen. Wir mögen ein gemeinschaftliches Interesse daran haben, kreative und einfallsreiche Arbeiten zu unterstützen und zu erhalten - in vielfältiger Form und auf vielen Plattformen.
Facebook hingegen hat das nicht. Es hat zwei Prioritäten, wie Martínez in "Chaos Monkeys" erklärt: Wachstum und Monetarisierung. Woher die Inhalte kommen, ist Facebook völlig egal. Erst jetzt beginnt es, sich darum zu kümmern, wie die Tatsache, dass seine Inhalte zu einem großen Teil betrügerischen Ursprungs sind, in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird, denn wenn diese Wahrnehmung sich verstärken sollte, könnte sich das auf das Maß an Vertrauen und folglich an Zeit auswirken, das die Leute der Seite schenken. [...]"
http://www.deutschlandfunk.de/ueber-facebook-du-bist-das-produkt.1184.de.html?dram:article_id=397257

Was in diesem Kontext "gestohlen" heißt, vermag ich nicht zu beurteilen, da ich zu Facebook Abstand halte. 
Am 19.10.11 habe ich so formuliert:
Facebook lehne ich ab. Die Beseitigung von Privatheit (dazu jetzt auch Computerbild), die Facebook aggressiv betreibt, widerspricht m.E. eindeutig dem Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung.  Und die ist mir wichtiger als die vielen schönen Instrumente, mit denen das Internet soziales Lernen erleichtert. Wenn Social Learning nur in einer Gesellschaft möglich wäre, in der die Regeln von Facebook gelten, würde ich darauf verzichten.
Ich weiß etwas über die Möglichkeiten, auch bei Facebook eine gewisse Datenautonomie zu erhalten, ohne mich darin wirklich auszukennen. Wer Experte ist, wird vermutlich auch bei Facebook noch seine informationelle Selbstbestimmung erhalten können, zumal wenn er aus bewusster Entscheidung seine Privatsphäre energisch beschränkt oder auch ganz aufgibt.
Weil Facebook aber so leicht zugänglich ist, dass es auch dem in Datenschutz ganz Unbefangenen den Zugang erlaubt, hat es für mich dieselbe moralische Integrität wie die Stasi. Die war (als Organisation, nicht alle Mitglieder) auch davon überzeugt, dass ihr System richtig sei. (Fontanefan)

Heute würde ich nicht so starke Worte gebrauchen. Aber es ist vielleicht verständlich, weshalb ich mich nicht darum bemühe, Facebook-Insider zu werden, um ein abgesichertes Urteil zu erwerben.
In diesem Fall verlasse ich mich auf renommierte Quellen; denn dass ich meine Daten vor Facebook schützen könnte, bilde ich mir nicht ein.* 
Dass Geheimdienste meine Daten verwenden, kann ich leider noch nicht verhindern. Mein indirektes Einverständnis zu formulieren, dass meine Daten monetarisiert werden, versuche ich aber zu vermeiden.

Google mag sich in der Hinsicht nicht viel von Facebook unterscheiden. Manche seiner Dienste sind aber für die Allgemeinheit nützlich. Der Datenklau scheint mir nicht der Hauptzweck zu sein.

Das sicherste Mittel, getäuscht zu werden, ist, sich für schlauer zu halten als die anderen. (François de La Rochefoucauld)

Zur Situation der Kurden

http://myrau.org/index.php?option=com_content&view=article&id=235:kurdistan-wird-kleiner&catid=2&Itemid=101

Webquests für die Primarstufe

https://www.inst.uni-giessen.de/idm/primarwebquest/webquests/

Der kochende Fluss im Amazonasgebiet


"[...] der Fluss hat nur auf einer Länge von 6,24 Kilometern eine durchschnittliche Temperatur von 86 Grad Celsius. Ruzo berichtet er habe schon oft gesehen wie Tiere, die hineingefallen sind, sofort gegart wurden.[...] Die Frage nach dem Nutzen des Flusses für den Menschen ist noch nicht geklärt. Sollte der Fluss geschützt werden um weiterhin Forschung zu betreiben oder ist es besser daraus Energie zu gewinnen. Sicher ist jedoch: durch die Entdeckung des „boiling river“ wird der peruanische Dschungel zum Tourismusmagneten."

Geothermie

mehr dazu

Streeck: "Kapitalversteher" und die Nationalstaaten

Wolfgang Streeck  formulierte, Wirtschafts- und Finanzexperten seien Kapitalversteher, „deren besonderes Know-how darin besteht, den Eigentümern von Produktionsmitteln ihre Wünsche von den Lippen abzulesen und sie für den öffentlichen Gebrauch in »Sachzwänge« zu übersetzen.“ (Eine Last für Generationen. in: Handelsblatt. 10. März 2009)

Streeck über: die Zukunft der Nationalstaaten

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Murat Kurnaz

Murat Kurnaz hat in Guantanamo jahrelang menschenrechtswidrige Behandlung erfahren. Über drei Jahre davon musste ertragen, weil die deutsche Bundesregierung nicht bereit war, seine Rückkehr nach Deutschland zu unterstützen. Das Unrecht, das ihm widerfahren ist, hat ihn aber nicht daran gehindert, jetzt als Trainer und Betreuer in Flüchtlingsunterkünf-ten zu arbeiten und in der ZEIT Migranten dazu aufzurufen, trotz aller Schwierigkeiten, die sich ihnen auch hier entgegenstellen, die Möglichkeiten, die ein demokratisches Land ihnen bietet, zu nutzen. Der Zeit ist zu danken, dass sie sich als Plattform zur Verfügung gestellt hat.
Sein Text:  Ihr habt alle Chancen! 
ZEIT 11.10.17

"[...] Viele der Jungs, mit denen ich spreche, glauben, sie gehören nicht dazu. Werden nie dazugehören. Und also haben sie keine Chance in diesem Land. Denen sage ich: Hört auf mit dem Quatsch! Ihr habt ALLE Chancen.
Strengt euch an in der Schule. Macht eine vernünftige Ausbildung. Verlasst euch nicht auf irgendwelche Ämter, steht auf eigenen Beinen. Nehmt das Leben ernst. Und auch wenn ihr euch von geregelter Arbeit nicht gleich den dicksten Wagen leisten könnt: Lernt zu warten. Habt Geduld!
Den Geflüchteten sage ich immer: Versucht, dankbar zu sein für diese Chance. Auch wenn euer Leben hier hart ist und ihr viel durchgemacht habt. [...]"

Allerlei zu Kommunikation


Man sieht: Kommunikation ist ein schwieriges Geschäft.
Aber bevor du davon ausgehst, dass dein Lehrer falsch formuliert hat, solltest du ihn erst einmal fragen, was er gemeint hat. 
Gewiss hat er nicht gemeint 
wie gut man sich auch das zwischen den Zeilen merken konnte, 
sondern allenfalls, ob man auch Unausgesprochenes verstanden hat (das nennt man bildhaft auch "zwischen den Zeilen lesen" und könnte deshalb fragen: "Habt ihr auch gemerkt, was zwischen den Zeilen stand?")
Aber: aus vielen Missverständnissen kann man sich mit der Zeit eine bessere Kommunikationsfähigkeit erarbeiten. 
Besonders oft ergibt sich das beim Erlernen einer fremden Sprache. 
So sind die englischen preservatives z.B. etwas anderes als die französischen préservatives etc.

Dein Problem ist, dass du, einen deutschen Text korrekt ins Englische übertragen willst, dessen (aus welcher Sprache auch immer übersetzt) Deutsch inkorrekt ist. 
Wenn ein König eingeäschert wird, wird davon die Einäscherung noch nicht königlich. Und wenn die Bevölkerung landesweit trauert, wird sie dadurch noch nicht zur landesweiten Bevölkerung. Und Zeremonien sind etwas anderes als Ereignisse.
Nicht die Einäscherung ist geschichtsträchtig, sondern das Leben und der Tod dieses Königs, der so lange Jahre lang, die Geschichte seines Landes beeinflusst hat. 
Es hat also zwar Sinn, den vorliegenden Text in korrektes Deutsch zu übertragen. Wenn man aber das ursprünglich Gedachte in korrektes Englisch übertragen wollte, müsste man die Gedanken in der Originalsprache kennen. 
Denn auch Muttersprachler können das Gedachte nicht immer korrekt formulieren.

Ein Beispiel dafür hast du selbst geliefert: Denn ein deutsches Wort kann man nicht auf Englisch verstehen, man kann es nur möglichst gut durch ein englisches Wort wiedergeben oder durch ein Wort oder mehrere verständlich machen
Auch ich habe sicher nicht alles, was ich sagen wollte, korrekt ausgedrückt und schon gar nicht verständlich. Aber bevor man von anderen Leuten eine korrekte Übersetzung ins Englische erwartet, sollte man erst einmal überprüfen, ob der Gedanke im Deutschen korrekt formuliert ist. 


Montag, 23. Oktober 2017

Humor im alten Ägypten

"In den Reliefs, Papyri und Tonscherben hat der Ägyptologe einen „sehr subtilen Humor“ ausgemacht, der auch heutige Zeitgenossen dazu bringe, „lauthals herauszulachen“. Teilweise erschließe sich die Komik auch jetzt noch auf Anhieb. So hätten die Ägypter gerne ihre Feinde verspottet. Auf einer Tonscherbe etwa sei ein Nubier (ein häufig befehdetes Volk) dargestellt, der mit erhobenen Händen vor Katze und Maus um Gnade flehe. Beliebt seien auch Berufssatiren gewesen. Als Beispiel dafür nennt Morenz ein Relief aus einem Grab in Saqqara, auf dem ein schlafender Türhüter dargestellt sei. Der Wissenschaftler wertet diese Abbildung als eine Art „Shakespearesche groteske Nebenrolle“, die die geordnete Welt der Grab- und Tempelbilder „etwas menschlicher machen und zugleich den Sinn für das Komische bedienen sollte“."
(http://www.fr.de/wissen/humor-was-die-alten-aegypter-amuesierte-a-596582)

Sonntag, 22. Oktober 2017

Du hast die Wahl - jeden Tag

Wer seine Wahlentscheidung von der großen Koalition verfälscht sah, braucht mit der Jamaika-Koalition um keinen Deut glücklicher zu sein.
Und wer nur aus Protest gewählt hat, der fühlt sich gewiss weder von AfD noch von der Linken richtig repräsentiert.
Da erinnern Maria und Rebecca Stremmel aus Köln mit ihrem Spruch daran, dass wir versuchen können, uns selbst an die Grundsätze zu halten, die wir für richtig halten.
Anregungen bietet z.B. Utopia.de . Rasch wird klar, dass das auch nicht einfach ist und dass man selbst Kompromisse schließen muss zwischen dem, was man anstrebt und was man zu tun bereit ist.

Freilich gibt es auch eine Vielzahl anderer Möglichkeiten politischer Beteiligung außerhalb der Parteien und zwischen den Wahlterminen. (Was es bedeutet, wenn man die Wahltermine gar nicht nutzt, wird hier erklärt.*)

Informationen als Ausgangspunkt und Anregungen für politische Beteiligung findet man bei der Bundeszentrale für politische Bildung und insbesondere im neusten Magazin der bpb, in dem ich auf S.9 auf einem Poster den Spruch von Maria und Rebecca gefunden habe.
Das Magazin und manches andere kann man bei der bpb kostenlos bestellen, anderes kostet auch was.
Ich habe z.B. über http://www.eurotopics.net/de/ einen kostenlosen E-Mailservice mit Zeitungskommentaren aus vielen europäischen Ländern abonniert.

Und jeden Tag kann man sich neu entscheiden für soziales oder eher politisches Engagement oder für keins von beiden oder beides. Das ist Teil unserer Freiheit und Teil unserer Verantwortung.

Wogegen habe ich mich wohl entschieden, als ich beschlossen habe, diese Zeilen zu schreiben?
Das kann diesem Blogartikel kein Geheimdienst eindeutig entnehmen.
Aber vermutlich gegen etwas, was mir mehr Mühe machen würde und was gefährlicher für mich wäre.
Wofür entscheide ich mich jetzt?

*Verantwortung

SWR Archivradio

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Die neue Herausforderung Demenz

Die neue Herausforderung Demenz Vortrag von Helga Rohra 2010

"[...] Machen wir uns auf den Weg in eine demenzfreundliche Gesellschaft! [...] Leben wir Gemeinschaft!"


Bewegend die Szene, wo die 96-jährige Mutter des Mannes (Malte) nachfragt, wie alt seine Frau Gretel ist. Als sie erfährt, dass sie 73 Jahre alt ist, meint sie: "Aber das kann mein Sohn doch nicht machen, ihr könnt ihn doch nicht so verbrauchen."
[...]

Gewiss ist sie eifersüchtig auf ihre Schwiegertochter, die so viel Zuwendung erfährt und sie doch gar nicht richtig nutzen kann, weil sie schon im nächsten Moment vergessen hat, dass sie sie erfahren hat. Und sie, die Mutter, die doch Jahrzehnte so für ihren Sohn da war, wird von ihm so vernachlässigt. (Vergiss mein nicht!)