Mittwoch, 28. Juni 2017

Propaganda

Hiermit mache ich Propaganda für das Heft "Propaganda" von fluter von der bpb, weil darin über den Sender Russia Today alias RT Deutsch unter anderem verbreitet wird, er versuche Zweifel an der Korrektheit von Aussagen aus der westlichen Presse zu wecken.
Und das, nachdem in derselben Ausgabe von fluter am Anfang geschrieben worden war, Zweifel sei eine Möglichkeit, sich gegen Propaganda zu immunisieren.
Ich weise hier nicht auf einen Aphorismus von Lichtenberg hin.

Das ist natürlich eine glatte Lüge. Denn mit diesem Hinweis handele ich ja nach dem Verfahren, mit dem man dazu auffordert, nicht an einen rosa Elefanten zu denken. Dies Verfahren ruft nämlich genau den Gedanken hervor, den es angeblich unterdrücken will.

Ich werde an verschiedenen Stellen im Netz ähnliche Nachrichten mit kleinen Abweichungen verbreiten. Unter anderem werde ich einzelne Aussagen mit Links versehen. Mache ich mich dadurch glaubwürdiger oder senke ich die Glaubwürdigkeit für meine anderen Aussagen?

Jetzt muss ich als erstes einmal einen Tweet auf diesen Artikel verlinken.

So leben Studenten

Das Studentenwerk hat Deutschlands Studierende in der 21. Sozialerhebung vermessen. Spiegel online 27.6.17
Beispiele für Ergebnisse:
"Arbeitsaufwand und Belastung: Vollzeitstudierende investieren durchschnittlich 33 Stunden pro Woche in ihr Studium. 18 Stunden davon verbringen sie im Selbststudium, 15 Stunden in Lehrveranstaltungen. Bei der letzten Erhebung 2012 lag die Präsenzzeit noch bei 17 Stunden pro Woche. 68 Prozent der Befragten empfinden ihren zeitlichen Aufwand für das Studium als hoch bis sehr hoch. 23 Prozent ordnen sich der mittleren Antwortkategorie zu, während neun Prozent den Studienaufwand als niedrig bis sehr niedrig einstufen.
  • Fächerwahl: Zu den beliebtesten Studiengängen zählten 2016 erneut die Ingenieurwissenschaften.
Studierende nach Fächergruppen
Fächerstruktur in Prozent
242219181617182221103115172020202019191825122020181820202020201624976666766942121222323222221201921111315151514141315219IngenieurwissenschaftenSprach- und KulturwissenschaftenMathematik/NaturwissenschaftenMedizin/Gesundheitswissenschaften*Rechts- und WirtschaftswissenschaftenSozialwiss., -wesen, Psychol./ Pädogogik199119941997200020032006200920122016-2016 weiblich2016 männlich02550751002012 Mathematik/Naturwissenschaften: 20
Quelle: DSW/DZHW 21. Sozialerhebung;
* Bis 2003 Human- und Veterinärmedizin, ab 2006 einschl. Gesundheitswissenschaften.
  • Partnerschaft: 48 Prozent der Studierenden sind in einer festen Partnerschaft, weitere sechs Prozent der Immatrikulierten sind verheiratet oder leben in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. 46 Prozent sind Single. Der Anteil der alleinstehenden Studierenden ist damit im Vergleich zur Erhebung von 2012 etwas gestiegen, damals waren 43 ohne festen Partner.
  • Familie und Gesundheit: Der Anteil von Studierenden mit Kind ist im Vergleich zu 2012 um einen Prozentpunkt auf sechs Prozent gestiegen. Elf Prozent der Studierenden sind gesundheitlich beeinträchtigt, das sind vier Prozentpunkte mehr als noch bei der letzten Erhebung.
  • Wohnen: Der Anteil der Studierenden, die bei den Eltern wohnen, hat sich mit 20 Prozent leicht verringert, dafür leben mit zwölf Prozent etwas mehr Studierende in einem Wohnheim."

Dienstag, 27. Juni 2017

Das Augsburger Bekenntnis (Confessio Augustana)

"Die CA [Confessio Augustana] wurde trotz ihres speziellen Entstehungshintergrunds bald schon als offizieller Ausdruck der lutherischen Lehre, als lutherisches Hauptbekenntnis angesehen. 1555 wurde sie die Grundlage des Augsburger Religionsfriedens und 1580 Teil des Konkordienbuchs. Obwohl sich manche lutherischen Theologen eine deutlichere Ausformulierung evangelischer Lehre gewünscht hätten, hat sich der zurückhaltende Stil bewährt. Die CA war schon im 16. Jahrhundert und erst recht bei der Bildung von Kirchenunionen im 19. Jahrhundert als Brücke zu den reformierten Kirchen benutzbar, und sie hat sich in jüngster Zeit sogar als mögliche Brücke zu einer theologischen Einigung mit der römisch-katholischen Kirche erwiesen." (Matin H. Jung: Philipp Melanchton und seine Zeit, Göttingen 2010, S.48)

„Luther – der Anschlag“

"Ein Luther-Stück ohne Luther? Für den Regisseur Wedel war das Entschwinden seines Hauptdarstellers kein unüberwindliches Problem: Schließlich hatte er für seine Inszenierung gleich vier Luther aufgeboten: den selbstbewussten, den zweifelnden, den Reformator und nicht zuletzt den Wutbürger, den Manker verkörpern sollte. Der große Zerstörer und Reformator aus Wittenberg, so Wedels Überlegungen, sei ein derart in sich zerrissener Mann gewesen, dass ein einziger Schauspieler seine Persönlichkeit nicht wiedergeben könne." (Luther – der Anschlag“ faz.net 26.6.17)

Sonntag, 25. Juni 2017

Gab es je eine menschliche Gesellschaft, in der es unsinnig wäre, eine Verschwörung zu vermuten?

https://scilogs.spektrum.de/gedankenwerkstatt/verschwoerungstheorien-sind-alt-wie-die-menschheit/

Freilich, Verschwörungen brauchten nur die Schwächeren. Die Mächtigen hatten andere Mittel.
Aber Verschwörungstheorien waren ein elegantes Mittel der Mächtigen, ihren Terror zu rechtfertigen (sieh Türkei).

Ein Stromdieb

Lebensgefährlicher Job aufgrund fehlender Alternativen:
http://www.zeit.de/2017/16/elektrizitaet-strom-diebstahl-kenia-nairobi/komplettansicht

Kurz gesagt, besteht sein Geschäftsmodell darin, Strom des offiziellen Anbieters zu klauen und ihn dann an die Bewohner des Slums zu verkaufen. Es ist ein Job voller Risiken und Gefahren. Dreimal schon durchzuckte der Strom Odhiambos Körper, einmal fiel er ohnmächtig von der Leiter herunter. "Aber hey", sagt Odhiambo, "das Geld ist süß." [...]
Eigentlich wollte Odhiambo nie Stromdieb werden. "Ich hatte nicht nur höllisch Angst vor Elektrizität, sondern auch vor der Höhe der Leiter", sagt er. Sein Vater aber, der als Elektriker in den "schicken Vierteln" arbeitet, bestand darauf. Der Sohn sollte ein Auskommen haben. Nacht für Nacht schickte er Odhimabo zum Stromklauen, brachte ihm bei, wie das geht: Atme tief durch. Steig die Leiter hinauf zu den Stromkabeln von KPLC. Leuchte die vier Kabel an. Geh auf das gelbe, da ist am meisten Strom drauf. Miss den Strom mit dem Tester, setz deinen Haken, kappe das Hauptkabel. Leg deine Diebeskabel nach unten. Erst wenn du das getan hast, kannst du den Strom wieder fließen lassen. Das ist das Wichtigste, vergiss es nicht. Sonst durchzuckt dich der Strom, bumm, dir wird entsetzlich kalt, du wirst grauenhaft müde. Sie geben dir dann Milch zu trinken, damit sich die Neuronen in deinem Körper wieder neutralisieren. Aber du weißt ja, wie viele im Jahr hier an Stromschlägen sterben.
Wer von den Gassen Kiberas in den Himmel schaut, sieht ganze Kabelnester, die sich an die offiziellen Leitungen krallen – das Werk der Stromdiebe. Ihre Haken haben sie mit Draht umwickelt, ihre Diebesleitungen verlaufen in alle Himmelsrichtungen. Bisweilen sind sie mit Zweig- und Astkonstruktionen voneinander getrennt, die im Wind schwanken. Die Kabel führen zu Holz- und Wellblechhütten, schmiegen sich an Hauswände, ragen aus dem Erdboden hervor. "Du hast zwei Möglichkeiten", sagt Odhiambo. "Du kannst deine Kabel ober- oder unterirdisch verlegen. Beides ist kreuzgefährlich." Das oberirdische Kabel kann herunterfallen, wenn der Wind zu stark weht. Stürzt es auf ein Wellblechdach, können die Menschen darunter durch einen Stromschlag sterben. Fällt es auf eine Hütte, kann Feuer ausbrechen. "Verlegst du sie unterirdisch, in der weichen Erde, können sie in der Regenzeit nass werden." Tritt einer der Slumbewohner darauf, kann ihn der Stromschlag treffen. In jedem Jahr sterben etwa 20 Menschen in Kibera an Stromschlägen.

Freitag, 23. Juni 2017

Diwangespräche bei Goethe

Nepal – Arme Schönheit

Abenteuer Atlantik

mehr dazu


Wie Sprachenlernen zur Gewohnheit wird

Wie kannst du das Lernen einer neuen Sprache zur Gewohnheit machen? Unser 7-Tage-Plan
von Thea Bohn im Babbel Magazine
"Wie ist es möglich, eine neue Sprache zu lernen? Ganz einfach: Du machst dir das Sprachenlernen zur Gewohnheit! Wir haben einen Sieben-Tage-Plan erarbeitet, mit dem du innerhalb einer Woche die Grundsteine für dein lebenslanges Hobby legen kannst."
mehr

Was uns mit der Abschaffung des Bargelds droht

Das Ende des Bargelds 
"Ökonomen, Banker und Politiker wollen Münzen und Scheine zurückdrängen. Zeit, sich zu wehren." 
Von Lisa Nienhaus und Jens Tönnesmann 21. Juni 2017 DIE ZEIT Nr. 26/2017, 22. Juni 2017

"Bislang ist die schöne neue Welt von Swish zwar kostenlos. Nichts spricht aber dagegen, das irgendwann zu ändern, sodass die Banken an jeder Zahlung mitverdienen.
Auf diese Weise sind die schwedischen Banken die treibende Kraft bei der Verdrängung des Bargelds aus ihrem Land geworden. Auf der einen Seite erfinden sie neue Möglichkeiten, ohne Geld zu bezahlen. Auf der anderen Seite reduzieren sie das Bargeldangebot. Geldautomaten verschwinden, Filialen haben keine Scheine mehr und nehmen auch keine mehr an.
So sparen die Banken jene Kosten, die Bargeld verursacht: Jeder Geldtransporter muss gepanzert sein, jeder Geldautomat nachgefüllt werden. Das ist auf der ganzen Welt teuer, in Schweden aber besonders. Hier sind die Wege weit, das Land ist dünn besiedelt. Außerdem müssen hier die Banken den größten Teil der Kosten für die Geldversorgung tragen. Während in vielen Ländern die Notenbanken einen engen Service anbieten, hat die Riksbank vor etwas mehr als zehn Jahren beschlossen, es weitgehend den privaten Banken zu überlassen, das Land mit Bargeld zu versorgen. [...]
Zwar ist die Zahl der Überfälle auf Banken und Geldtransporter in Schweden in den vergangenen zehn Jahren deutlich gesunken, von mehr als 200 im Jahr 2008 auf unter 40 im Jahr 2015. Zeitgleich vervielfachten sich allerdings betrügerische Zahlungen mit gestohlenen Karten von knapp unter 20.000 auf fast 70.000 im Jahr.
Eriksson ist außerdem überzeugt, dass es ohne Bargeld für die Bankkunden teurer würde. Die Banken könnten leicht höhere Gebühren und bei Bedarf Negativzinsen durchsetzen. Und sie könnten nachvollziehen und kontrollieren, wie, wo und wofür die Menschen ihr Geld ausgeben. "Wir leben in einer Zeit, in der Hackerangriffe Alltag sind", sagt Eriksson. "Um unser Land lahmzulegen, würde es in einer Zukunft ohne Bargeld ausreichen, den Zugang zum Internet oder die Stromversorgung zu stören." Das Datenschutzargument: Es ist ein wichtiges in der Debatte.
Inzwischen hat Eriksson Verbündete gefunden. Es könnte allerdings zu spät sein. Die Gesellschaft und der Alltag in Schweden haben sich dem Druck der Banken angepasst. Und ist die Bargeldversorgung einmal gestört, dann ist es schwierig, sie wieder herzustellen.
Zur Vorschau auf eine Welt ohne Münzen und Scheine gehört auch ein Blick dorthin, wo die Verhältnisse weniger stabil sind als in Stockholm. [...]
Dimitrios Kampanaros [...] schwört auf Bargeld, seit es ihm vor zwei Jahren den Kopf gerettet hat. Damals, auf dem Höhepunkt der Krise, führte Griechenland Kapitalkontrollen ein, zeitweise konnten die Griechen kein Geld mehr abheben; auch Überweisungen waren schwierig. "Ich muss jeden Monat Rechnungen über 80.000 Euro bezahlen", sagt Kampanaros. Aber er hatte das Unglück kommen sehen und Bargeld in ein Schließfach gelegt. Damit konnte er seine Mitarbeiter bezahlen und Lebensmittel kaufen. So überbrückte er die Zeit, bis sich die Lage beruhigt hatte.
Bargeld ist also auch eine Möglichkeit, in schwierigen Zeiten sein Eigentum zu bewahren. In der Diskussion derer, die das Bargeld loswerden wollen, spielt das bislang keine große Rolle. Vielleicht sind sie zu optimistisch, dass alles gut geht. Kampanaros jedenfalls hat sein Schließfach wieder aufgefüllt. Soll die nächste Krise doch kommen, er ist gewappnet."

Europäische Bürgerinitiative

Campact schreibt dazu:
"Noch nie hat eine Europäische Bürgerinitiative (EBI) innerhalb von vier Monaten die Million geknackt! Wir haben die offizielle Hürde praktisch überrannt – jetzt muss die EU sich unseren Forderungen stellen. 
Wir haben in 28 Ländern parallel Unterschriften gesammelt – im Galopp. Dass wir das geschafft haben, lag maßgeblich an Campacts europäischer Schwester: WeMove. Wie Campact nutzt WeMove Petitionen, um progressive Politik durchzusetzen, allerdings in Brüssel. Vor zwei Jahren gab Campact WeMove Starthilfe. Bürgerstimmen in Brüssel Gehör verschaffen – das war unsere Vision. Es hat sich gelohnt: Unsere Bewegung gegen Glyphosat wurde so millionenstark!"

Online-Überwachung soll versteckt eingeführt werden

Durch die Hintertür zur Online-Überwachung faz.net 22.6.17

"Per Eilverfahren will die große Koalition an diesem Donnerstag ein Gesetz von grundrechtlicher Bedeutung beschließen: Zur Abstimmung steht die Einführung der Online-Durchsuchung und der sogenannte Quellen-Telekommunikationsüberwachung (Quellen-TKÜ) in der Strafverfolgung. [...] „Praktisch ohne öffentliche Debatte wird versucht, mit Rechtsgrundlagen für Online-Durchsuchung und Quellen-TKÜ schwerste Grundrechtseingriffe in die Strafprozessordnung einzuführen“, sagte Ulrich Schellenberg, der Präsident des Deutschen Anwaltvereins" [...] 
Die Koalition kommt mit ihrem Vorstoß einem dringenden Wunsch von Polizei und Staatsanwaltschaft nach. [...] In der Anhörung kritisierten aber auch mehrere Sachverständige, das Gesetzesvorhaben gewährleiste nicht, dass die Bundestrojaner nur das könnten, was sie auch dürften." 

Anti-Brexit-Hut der Königin?

"Der britische Parlamentarier Paul Flynn bezeichnete die Kopfbedeckung der Queen als «Anti-Brexit-Hut». Auch der Brexit-Beauftragte des Europaparlaments, Guy Verhofstadt, twitterte: "Eindeutig werden einige in Großbritannien noch von der EU inspiriert." Die Königin verliest bei der Queen's Speech traditionell das Programm der Regierung für die kommende Sitzungsperiode. Sie hat auf die Inhalte keinen Einfluss und ist auch zu politischer Neutralität verpflichtet. Das Programm der konservativen Regierung unter Theresa May ist auf den Austritt aus der EU ausgerichtet." (Focus online)

VW-Manager weltweit zur Fahndung ausgeschrieben

Weltweite Fahndung nach VW-Managern

Von Georg Mascolo und Klaus Ott,  Süddeutsche Zeitung, 22.6.17

  • "Den Angeklagten wird Verschwörung zum Betrug und Verstoß gegen US-Umweltvorschriften vorgeworfen.
  • Deutschland wird sie nicht ausliefern.
  • Trotzdem können sie das Land nicht verlassen, da in anderen Staaten die Auslieferung an die USA droht.
Die USA wollen in der Abgasaffäre bei Volkswagen weiter hart durchgreifen. Die amerikanische Justiz hat nach Informationen von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR fünf frühere Manager und Entwickler des Autokonzerns, gegen die in Übersee Anklagen vorliegen, weltweit zur Fahndung ausgeschrieben. Darunter befinden sich auch zwei Vertraute des langjährigen Vorstandschefs Martin Winterkorn.
Ziel der US-Behörden ist es, die fünf Angeklagten zu fassen und hinter Gitter zu bringen. Ihnen werden Verschwörung zum Betrug und Verstoß gegen US-Umweltvorschriften vorgeworfen. Die Bundesrepublik wird die fünf VW-Leute aber mit Sicherheit nicht an die Amerikaner ausliefern. [...]"

Donnerstag, 22. Juni 2017

Lebenswendefeiern

"Die Lebenswende (auch Segensfeier) ist ein kirchliches Angebot für nichtchristliche Jugendliche, die eine Alternative zur Jugendweihe suchen." (Wikipedia)

Lebenswendefeier als Schritt auf dem Weg zum Erwachsenwerden
"Seit 15 Jahren wird Jahr für Jahr im Erfurter Dom die „Lebenswendefeier“ begangen. [...]"

Lebenswendefeier (Youtube)

Eine Lebenswendefeier in Halle

Bildungswesen

Unterricht auf der "Fernschulstraße"

Kommission "Zukunft Schule" stellt Arbeitsergebnisse vor (Thüringen)
offizielle Information

Recht auf inklusive Bildung

vorerst unkommentiert, man kann aber meinen Schlagworten und den Tweets folgen

Tweets:
Fernunterricht
Zukunft Schule
Inklusion


Macron spaltet

Darin gleicht er Trump.
Im Unterschied zu diesem macht er keinen Hehl daraus. Das überlässt er dem Wahlsystem und den Kommentatoren.

Er spaltet Frankreich und versucht, Europa zu einigen. Auch dort, indem er eine Koalition der Eliten zu schmieden versucht.

Die Frage ist: Kann haltbar sein, was auf einem gespaltenen Fundament ruht?
Nur: Wem nutzt es, wenn auch Europa gespalten ist?
Wo ist der europäische Obama?
Obama hat ein gespaltenes Land übernommen und versucht, es wieder zusammenzuführen.
Das ist ihm nicht gelungen.
Dann also doch spalten wie Trump?

AfD - "Psychogramm einer Partei im Sinkflug"

Sascha Lobo untersucht das Protokoll einer WhatsApp-Gruppe der AfD.

"[...] Das AfD-Psychogramm zeigt anhand des Leaks eine höchst zerstrittene, intrigante Partei, die die eigene bunkerhafte Endzeitstimmung mit der des "deutschen Volkes" verwechselt. Weil sie sich selbst mit dem "deutschen Volk" verwechseln möchte."

Dienstag, 20. Juni 2017

Wörterbuch für Umgangs- und Jugendsprache

http://www.sprachnudel.de/

Selbstbeschreibung:
"Was nicht im Duden steht soll zukünftig auf sprachnudel.de gefunden werden - dem Wörterbuch für Umgangssprache.
Welche Wörter sind also angesagt und machen in der Szene die Runde?"

Da dies Wörterbuch anonyme Eintragungen zulässt, muss man damit rechnen, dass auch Phantasiewörter von einzelnen darin stehen, die weder in der Umgangs- noch in der Jugendsprache geläufig sind. Es ist aber durchaus nützlich als Bedeutungswörterbuch für Wörter, die man im Duden nicht findet. 
Die Funktion für Synonyme ist noch unterentwickelt. 

Montag, 19. Juni 2017

Arm und reich

http://www.sozialpolitik.com/public-files/arbeitsblatt-kluft-arm-reich.pdf

Meine Blogbeiträge zum Thema

Wie der Tod in die Welt kam

So ist es uns überliefert. Gott Soko schuf zuerst die Schildkröte Bagbatschi, dann die Menschen und am Ende die Steine. Gott machte von jeder Art einen Mann und eine Frau: von Schildkröte, Mensch und Stein. Nacheinander, in dieser Reihenfolge erweckte er sie zum Leben, nur die Steine nicht.
Aber keiner konnte Kinder haben. Wer alt geworden war, den machte Soko wieder jung. Das wiederholte sich. Kinder waren nicht nötig.
 Bagbatschi, die Schildkröte ging zu Soko. "Ich könnte ein Kind brauchen", sagte  Bagbatschi, [...]
(Afrikanische Erzählung)

Wie geht die Erzählung weiter? Könnten wir sie zu Ende schreiben?
Hier geht die Erzählung weiter.

Die Frage, wie der Tod in die Welt kam, ist oft gestellt worden: 

Zulusage (Zeno.org)

Sage der kalifornischen Yana

1863 wurde in der "Gartenlaube" eine Reihe von Erklärungssagen vorgestellt:
Wie der Tod in die Welt kam (Wikisource)


Zur Geschichte der deutschen Rechtschreibung

In den mittelalterlichen Klöstern entwickelten sich Schreibkonventionen für die verschiedenen Dialekte. (Die recht einheitliche Rechtschreibung heutiger Ausgaben mittelhochdeutscher Texte gehen aber auf die Editionsprinzipien der Herausgeber des 19. Jahrhunderts zurück.)
"Die Großschreibung im Deutschen entstand im Spätmittelalter (erst in mittellateinischen Texten im 13. Jahrhundert und im Deutschen ab dem 14. Jahrhundert). Dabei wurden bei einzelnen Wörtern (nicht nur Substantiven) der erste oder die ersten paar Buchstaben in Versalien gesetzt, um diese Wörter besonders zu betonen. Bevorzugt Begriffe aus dem religiösen Kontext (GOtt) wurden auf diese Art hervorgehoben.[1][2]
Die eigentliche Großschreibung aller Substantive und substantivierten Formen im Deutschen wurde im 17. Jahrhundert, im Zeitalter des Barock eingeführt: „Das Barock hat in die deutsche Rechtschreibung die Majuskel eingebürgert.“ (Walter Benjamin)[3]
Die Tendenz, einzelne Wörter durch Versalschreibweise (üblicherweise des ganzen Wortes) zu betonen, findet sich heute unabhängig vom damaligen Gebrauch und sprachübergreifend.
Ein Übergang zur heute üblichen Form von Großschreibung fand allmählich durch den Gebrauch statt." (Wikipedia)
In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, besonders nach der Reichsgründung 1871 bildete sich das Bedürfnis nach einer Vereinheitlichung der Rechtschreibung heraus. Wichtigster Reformer: Konrad Duden.

Duden online (Kurzartikel zu Jahren, in denen wichtige Veränderungen stattgefunden haben)

Labarama (Linksammlung zu wichtigen Artikel über deutsche Rechtschreibreformen)

Spaltet Religion die Welt?

ARD-Themenwoche "Woran glaubst Du?
Sandra Maischberger: Spaltet Religion die Welt?

Samstag, 17. Juni 2017

Öko-Institut fordert Rohstoffwende

"Für erste Rohstoffe wie Kies, Neodym oder Stahl hat das Forschungsteam ambitionierte Maßnahmen und Instrumente entwickelt, mit denen der Rohstoffbedarf in den kommenden Jahrzehnten signifikant sinken kann. Dazu gehört unter anderem ein umfassender Gebäude-Check und eine Primärbaustoffsteuer, die den Bedarf nach heimischen Baurohstoffen reduzieren soll, ebenso wie Recyclingfortschritte und Nachhaltigkeitszertifikate, die eine verantwortungsvolle Förderung von Metallen im Ausland nachweisen und sicherstellen."
(Rohstoffwende Öko-Institut Freiburg 18.5.17)

"Vor nicht allzu langer Zeit haben sich die deutschen Industrieunternehmen noch strikt geweigert, über ihre Verantwortung für Umwelt- und Sozialauswirkungen in Rohstofflieferketten auch nur zu reden. [... Das hat sich geändert:] Die Industrie diskutiert über ihre Verantwortung für Produktions- und Rohstofflieferketten, auch wenn diese weit verzweigt, global und schwer durchschaubar sind. Ein wichtiger Faktor dafür war der US Dodd-Frank Act von 2010. Der diente zwar in erster Linie der Reform des US-Finanzmarktrechts, beinhaltete aber auch Offenlegungs- und Berichtspflichten bezüglich bestimmter Rohstoffe. Auf einmal waren Unternehmen verpflichtet, etwas zu tun. Das hat einen Denkprozess in Gang gesetzt und Strukturen geschaffen.
Heute wird die Verantwortung nicht mehr geleugnet, dafür wird viel darüber geklagt, wie schwierig das Thema sei. Vom Leugnen zum Lamentieren. Im nächsten Schritt muss es selbstverständlich werden, wirksame Maßnahmen zu ergreifen. Selbst wenn Unternehmen ihre Wertschöpfungsketten nicht voll kontrollieren können, profitieren Unternehmen von niedrigen Rohstoffpreisen, die oft nur möglich sind, weil vor Ort kaum wirksame Standards umgesetzt werden. Dabei sollte eine umweltgerechte und  menschenrechtskonforme Rohstoffgewinnung eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein." (Öko-Institut 9.6.17)

Tweets vom Öko-Institut

Donnerstag, 15. Juni 2017

Dokumenta und eine Alternative

Im Tempel der Selbstgerechtigkeit ZEIT 13.6.17
"Gemeint war das als radikale Institutionskritik: Die gutbürgerliche Documenta sollte entwurzelt, ins wahre Leben gestoßen und damit dem liebenden Klammergriff des Systems entwunden werden. Doch hat sich die Großschau mit ihrer Zweistaatenlösung vor allem selbst erschöpft, das ist jetzt nicht nur in Athen, sondern seit dem Wochenende auch in Kassel zu sehen. Vieles, was anfangs noch überraschte, wird in Kassel bloß als zweiter Aufguss präsentiert. In der lieblosen Präsentation spiegelt sich die Langweile, die Szymczyk von Anfang an für den Gründungsort der Documenta empfand.
Ihren Ursitz, das Fridericianum, hat er gleich ganz aus der Hand gegeben. Hier macht sich nun eine Athener Sammlung breit, die des Nationalmuseums für Gegenwartskunst, und zeigt schönste Belanglosigkeiten, viele Werke mit Stacheldraht, Nationalfahnen aus Glas, natürlich zerbrochen, das alles irre konventionell in der Darbietung. Künstler von heute tauchen nur am Rande auf, dafür gibt es jede Menge griechische Veteranen. [...]
Wie anregend, wie reich eine neue Bescheidenheit sein könnte, lässt sich gerade in Münster besichtigen, wo alle zehn Jahre die Skulptur Projekte den Stadtraum bevölkern, geleitet von Kasper König. Ähnlich wie in Kassel, wo sich die Ausstellung auf rund 30 Museen, Läden, Theater verstreut, kennt auch Münster keinen zentralen Austragungsort. Beide setzen gleichermaßen in ihrer Künstlerauswahl auf Internationalität. Während jedoch auf der Documenta fast die Hälfte der Eingeladenen bereits tot ist, weicht in Münster die sentimentale Rückschau einer Neugier auf das Hier und Jetzt." (Hanno Rauterberg)

Flüchtlinge: Boat-People

Die Christdemokraten und die vietnamesischen Boat-People 1979 ZEIT 13.6.17

"Kannte man Migranten bis dahin fast ausschließlich als "Gastarbeiter", finanzierte der Staat nun Integrationsprogramme für ihren dauerhaften Verbleib. Als Kontingentflüchtlinge erhielten die Vietnamesen eine befristete Arbeitserlaubnis für fünf Jahre, die verlängerbar war und nach acht Jahren entfristet werden sollte. Sie bekamen Bafög, Hilfen zur Eingliederung ins Berufsleben sowie soziale Förderung. Die Kosten waren erheblich. Allein die verpflichtenden Sprachkurse schlugen mit 15 000 Mark pro Flüchtling zu Buche. Im Vergleich zu anderen Einwanderern gelang die Integration dafür denkbar gut: 2013 besuchten zwei Drittel der Jugendlichen mit vietnamesischem Migrationshintergrund das Gymnasium.

Wie heute folgte der Flüchtlingshilfe eine Welle der Fremdenfeindlichkeit. Während die einen Menschen aus überfüllten Booten retteten, entdeckten andere den Slogan "Das Boot ist voll". Steigende Asylbewerberzahlen und wachsende Arbeitslosigkeit verstärkten die ausländerfeindliche Stimmung. Besonders die CSU klagte nun über "Wirtschaftsasylanten". Auch sozialliberale Stimmen monierten ängstlich die wachsende Ausländerzahl trotz des Aufnahmestopps von 1973. Bundeskanzler Helmut Schmidt wies nachdrücklich darauf hin, dass die "Bundesrepublik Deutschland kein Einwanderungsland ist" und auch keines werden wolle.
Christdemokraten, die zuvor noch höhere Kontingente gefordert hatten, verlangten jetzt härtere Asylgesetze. "

Sexueller Missbrauch an Kindern

Es geschieht jeden Tag, jede Nacht ZEIT 13.6.17
"Wollen wir erreichen, dass die Zahl der jährlichen Missbrauchsfälle zurückgeht und Betroffene die erforderliche Unterstützung erhalten, darf es ein einfaches "Weiter so" nicht geben. Ich plädiere dafür, dass Bund und Länder gemeinsam mit mir im Jahr 2018 ein neues Programm für den verstärkten Schutz gegen Kindesmissbrauch aufstellen."

Kommission zur Aufarbeitung: Zwischenbericht 14.6.17
"Kinder haben oft keine oder erst spät Hilfe erfahren, weil Familienangehörige zum Teil lange etwas von dem Missbrauch wussten, sie dennoch nicht davor schützten und handelten.
Insbesondere die Rolle der Mütter steht im Fokus. Mütter treten nach den Erkenntnissen der Kommission auch als Einzeltäterinnen auf, aber vorwiegend als Mitwissende und damit als Unterstützende der Taten. Gründe für das Dulden des Missbrauchs sind u.a. Abhängigkeiten, erlebte Rechtlosigkeit, Ohnmachtserfahrungen und Gewalt in der Partnerschaft, jedoch auch die Angst vor dem Verlust des Partners oder der gesamten Familie sowie bereits eigene vorausgegangene Missbrauchserfahrungen in der Familie. In den wenigsten Fällen haben die Mütter ihren Kindern geglaubt und sie vor weiterem Missbrauch geschützt. Hilfe von außerhalb der Familie erfahren Betroffene selten, weil die Familie, als Privatraum gesehen wird. Aufarbeitung muss sich folglich mit der Wirkung gesellschaftlicher Vorstellungen von Familie sowie der Rolle von Eltern und anderen Angehörigen befassen. Zu klären ist auch, welche Bedeutung das Dilemma zwischen dem Schutz der Privatsphäre und der Aufgabe des staatlichen Wächteramtes hat." (Hervorhebung von Fonty)

dazu auch:
Aguas Bravas

Ein Erlebnisbericht

Bis zu 700 Missbrauchsopfer bei Regensburger Domspatzen, SZ 8.1.16 
Tweets zu #Domspatzen


Einstellung zu sexuellem Umgang von Erwachsenen mit Kindern um 1980


Hochschulranking

"China is one of the standout performers: Tsinghua University enters the top 15 for the first time, jumping four places to 14th, while Peking University makes its debut in the top 20, climbing four places to 17th.  
They overtake leading universities in the US and the UK including Imperial College London, the University of Pennsylvania and Cornell University."
"An der Spitze nichts Neues: Zum siebten Mal kürt "Times Higher Education" (THE) die angesehensten Universitäten der Welt - zum siebten Mal in Folge steht die Harvard University an der Spitze des Rankings. Wie schon im Vorjahr geht auch der zweite Rang nach Neuengland, ans Massachusetts Institute of Technology (MIT).
Deutschland steht mit sechs Universitäten unter den ersten 100 ebenso gut dar wie 2016."
(manager magazin 14.6.17)

Lageso: Helfer angeklagt, weil sie zu schnell geholfen haben

Die Bürokratie schlägt zurück ZEIT 13.6.17

Samstag, 10. Juni 2017

Bob Dylans Nobelpreisrede

Die Rede im Wortlaut bei Youtube

Besprechung in FAZ
"Er kommt von seinen Vorbildern aus Folk, Blues und Rock über die Bedeutung der Mundart und der Sprache der Matrosen und Cowboys schließlich auf drei Epen zu sprechen, die sein Werk beeinflusst haben: neben „Moby Dick“ und Homers „Odyssee“ zählt er dazu überraschenderweise auch Remarques „Im Westen nichts Neues“. Das wird der Exegese seiner Antikriegslieder vielleicht noch manche interessante Note hinzufügen – und womöglich Vergleiche mit Elton Johns „All Quiet on the Western Front“ (1982)."

Show von 1996

Donnerstag, 8. Juni 2017

Wie der Staat seine überschüssigen Milliarden entsorgt

Der größte Steuerraub in der deutschen Geschichte

"Wer sich nicht damit identifizieren kann, dass in Deutschland weniger Kindergärten gebaut werden, weil wir solche Geschäfte machen, der ist hier falsch." (ZEIT 8.6.17 Nr.24/2017)

Im Fernsehen:
"Milliarden aus der Staatskasse - auf der Spur der Steuerräuber"  Panorama 8. 6.  22 Uhr 


Dabei ist das nur der Gipfel des Eisbergs von dem, was Steuerzahler für die Gewinne von Banken und Versicherungen tun sollen. Jetzt ist sogar in einer Eilaktion das Grundgesetz dafür geändert worden.

Das könnte daran liegen, dass den Versicherungen angesichts der Nullzins-Politik der Europäischen Zentralbank renditeträchtige sichere Anlagemöglichkeiten fehlen.
Um sie nicht offiziell mir Steuergeldern retten zu müssen, könnte die Regierung schon vorsorglich solche Anlagemöglichkeiten über den Autobahnbau bereit stellen. Wenn man dafür das Grundgesetz ändern muss, wen kümmert das? Die bisherigen Einschränkungen für eine Privatisierung lassen sich leicht durch ein einfaches Gesetz aufheben.

Montag, 5. Juni 2017

Lessing und Lichtenberg

"Richtete sich Lessings literarische Aktion mehr nach außen, so ging Lichtenbergs Polemik mehr nach innen. Beide haben gekämpft, der eine draußen im Leben und im Getümmel der Meinungen, der andere in der Stille und Einkehr, jener mit der Welt und ihren Vorurteilen, dieser mit sich selbst und seinen eigenen Gedanken. Darum sollte man beide immer zusammen nennen. Sie bilden vereinigt die wahre geistige Signatur der deutschen »Aufklärung«, die in diesen beiden Männern eine wirkliche Aufklärung gewesen ist. [...]
Aber man kann nicht sagen, daß Lessings Name Lichtenberg verdunkelt hat, denn das deutsche Publikum weiß ja auch von Lessing nichts."  (Egon Friedell)

Samstag, 3. Juni 2017

Ein Bittbrief aus der frühen Neuzeit

Der Brief
Untertanensupplik an den Reichshofrat Kaiser Rudolfs II. (1576-1612)

Die Erläuterung von ArnoldBentheim

"[...] Offenbar geht es um die Folgen einen Unglücksfalles: Albrecht hat in betrunkenem Zustand in einem übermütigen Spaßgefecht, zu dem ihn ein Zechkumpan gedrängt hatte, diesen mit seiner Stichwaffe tödlich verletzt. Albrecht bittet um ein kaiserliches "Offenes Patent", das ihm den Unglücksfall bestätigt, um nicht im Falle einer Anklage ins Gefängnis geworfen zu werden.[...]"

Donnerstag, 1. Juni 2017

Amnesty Journal

https://www.amnesty.de/sites/default/files/2017-05/amnestyjournal0717final.pdf

„Sie machen die Autobahn zur Melk-Kuh für private Profite“

http://www.nachdenkseiten.de/?p=38569#more-38569

Die Eile, mit der eine Grundgesetzänderung durchgezogen werden soll (48 Stunden statt wie üblich 3 - 4 Wochen), ist unerhört.
https://www.gemeingut.org/offener-brief-an-alle-bundestagsabgeordnete/
Daraus:
Der renommierte Staats- und Verwaltungsrechtler Prof. Christoph Degenhart schätzt die neueste Gesetzesvorlage wie folgt ein:
„Es handelt sich hier um eine formelle oder Rechtsform-Privatisierung, die allerdings auf der Projektebene durchaus Effekte einer materiellen Teil-Privatisierung haben könnte.“
Persönliche Erklärung des SPD-Abgeordneten Marco Bülow
Hauptaussagen:
"Der Hauptgrund für mich, dem Gesetzespaket meine Zustimmung zu verweigern, ist die darin enthaltene Einführung einer Infrastrukturgesellschaft zur Sicherstellung der Finanzierung und Effizienz bei Bau und Verwaltung der Bundesautobahnen. Die Schaffung einer Gesellschaft privaten Rechts widerspricht meinem Grundsatz, dass die Bereitstellung öffentlicher Güter, wie der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur, in die öffentliche Hand gehört. Einer Infrastrukturgesellschaft könnte ich nur zustimmen, wenn diese die Form einer Gesellschaft öffentlichen Rechts hat. Das ist in dem vorliegenden Kompromiss nicht der Fall. CDU/CSU haben dies vehement abgelehnt. [...] Ich halte es ebenso unter demokratischen Gesichtspunkten für höchst problematisch, weitgehend unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit nicht weniger als 13 Grundgesetzänderungen in einer Abstimmung im Paket zu beschließen. [...]"
Insgesamt eine gelungene Erläuterung der Problematik. 
Meine Kurzfassung: zu schnell (unzureichende Information der Öffentlichkeit), zu viel in ein Paket geschnürt, nicht gesichert gegen Missbrauch.